Stimmig integriert in das architektonisch-gestalterische Gesamtdesign ist die Konzeption der Ausstellungshalle, in der Ausstellungen zum Thema Energie einen Platz finden. Nach der zunächst zur Gebäudeeröffnung präsentierten, sehr erfolgreichen Ausstellung >Sunpower<, die über das physikalische Phänomen der Sonnenenergie informierte, entwarf das kalifornische Designerteam Craig Hodgetts und Hsin Ming Fung nun diverse Spielstationen rund um das Thema Welle.
Gezeigt wird die Kraft der Welle in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Mit WAVE POWER ist eine Ausstellung entstanden, die Aktion, Kunst, Phantasie und Wissensbörse in einem ist. Zu besuchen ist sie, fest installiert, in einer 150 qm großen und 12 m hohen Halle mit außergewöhnlicher architektonischer Formgebung.
Besucher können hier aktiv werden und alle Ausstellungsexponate selbst bedienen. Vier Installationen bieten sich an, um spielerisch die Wellenkraft zu erforschen und zu erfahren.
Die Ausstellung kann im Rahmen von Veranstaltungen sowie nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden.
Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, senden wir Ihnen auch gerne unsere Publikation "Wavepower" zu.
Wave Power - Wellenkraft
Im Meer ist es einfach, eine Welle zu sehen und ihre Kraft zu spüren. Aber Wellen umgeben uns nicht nur im Wasser. Wellen, angetrieben durch Schwerkraft, Schallwellen, Radiowellen, Lichtwellen...
Ein Sonnenstrahl besteht nicht allein aus dem Spektrum der Wellen, die uns als Licht erscheinen. Wellen variieren vielfältig in Dimension und Erscheinungsform. Sogar Elektrizität, in Sekundenschnelle durch Leitungen transportiert, gelangt in Wellen zu uns.
Die Beschäftigung mit der Welle und ihren Eigenschaften verspricht nicht nur ein besseres Verständnis von Alltagsphänomenen, sie ist auch ein Anreiz, eine nicht alltägliche Betrachtungsweise zu entwickeln.
Die Ausstellung "Wave Power" versucht mittels interaktiver Exponate, die verschiedenartigen Erscheinungsformen der Wellen sichtbar, hörbar und spürbar zu machen.
Wave Organ - der Schall
Erstellen und Darstellen von Tönen
Schall besteht aus einer Serie von Energieimpulsen. Sie formen Luft oder sonstige Moleküle zu Klumpen, sodass sie dichter als freie Molekülgruppen werden. Erreicht die Energie bestimmte Kammern im Ohr, die diese Impulse aufnehmen können, dann hören wir. Unser Gehirn deutet die Serie von Energieimpulsen als einen stetigen Ton. Bei Frequenzen über 16.000 Hertz (Schwingungen pro Sekunde) pulsiert das Ohr gar nicht mehr; unter 15 Hertz nimmt es nur diskrete Schwingungen wahr.
Bewegen Sie Ihre Hand über die Tastatur der Orgel. Die Orgel beginnt zu spielen.
Der Laser zeichnet diese Veränderung der Luftdichte auf. Muster der verschiedenen Töne machen sowohl die Gestalt der Welle am Oszilloskop als auch den Charakter des Klangs sichtbar.
Pendulum - Licht und Töne
Licht und Töne stehen im Mittelpunkt dieser Installation. Beim Mikrofon wird ein Draht innerhalb eines magnetischen Feldes von der Kraft einer Schallwelle bewegt. Dabei wird die Schallwelle in eine Stromwelle umgeformt. Bei einer Filmtonspur wird dieses Muster der Stromfrequenzen aufgezeichnet. Wenn Licht auf den Film fällt, z. B. beim Filmprojektor, ist eine Photozelle in der Lage, das elektrische Signal zu lesen. Das Signal wird wieder in Kraft zurückübersetzt, die eine Lautsprechermembran vibrieren lässt. Deren Vibrationen in der Luft nehmen wir als Schall wahr. Die Geräusche dringen ins Ohr ein; das Signal wird noch einmal in elektrische Impulse übersetzt. Im Gehirn werden durch dieses Signal weitere elektrische Impulse angeregt, die unseren Verstand bzw. unser Gedächtnis ausmachen.
Lichtschlange - Sichtbare Schwingungen
Die Lichtschlange macht Schwingungen sichtbar. Eine longitudinale Welle, wie z. B. eine Schallwelle, schwingt entlang der Wanderrichtung. Eine Transversalwelle schwingt dagegen quer zur Wanderachse wie das Knallen einer Peitsche. Wenn dabei beide Enden der Peitsche festgehalten werden, werden die Energieimpulse reflektiert. An Stellen, wo Wanderwellen, die sich vor- und rückwärts bewegen, aufeinanderprallen, entstehen Interferenzen. Bei jeder Frequenz konstanter Schwingung baut sich an einem fixierten Kabel eine Serie von stehenden Wellen auf. Die Stellen, an denen keine Schwingung stattfindet, nennt man Knotenpunkte.
Soundgarden - der Klanggarten
Sandmuster durch Töne
Hier entstehen charakteristische Muster aus Sand. Durch den Kontakt eines Lautsprechers mit einer Kunststoff-Membran wird die Energie einer Schallwelle in eine Tranversalwelle umgewandelt. An den Rändern der straff gespannten Membran wird die Welle reflektiert, sodass sich eine stehende Welle zweidimensional ausprägt. Partikel auf der Oberfläche suchen sich die Knotenpunkte ohne Schwingungen aus. Durch einen Einzelton angestoßen, bilden die Partikel konzentrische Ringe um die Klangquelle herum. Die Gleichzeitigkeit mehrerer Töne verkompliziert das Muster der gruppierten Sandkörnchen.

