Technische Konzeption als architektonischer Anspruch
Die Aufgabe für das Bauvorhaben ENERGIE – FORUM – INNOVATION lautete ursprünglich, ein Gebäude für eine Netzleitstelle, mit Büroräumen für diverse Fachbereiche und einem Kommunikationsbereich mit Ausstellungsraum, Konferenzbereich und Auditorium zu planen.
An diesem Gebäude sollten die Möglichkeiten innovativer Energietechniken gezeigt werden. Ziel war es, eine natürlich wirkende Einheit aus Technik und Architektur zu erreichen.
Auf dem Gelände am östlichen Stadtrand musste das Gebäude aus Sicht der Stadtplanung ein "Tor zur Stadt" werden und gleichzeitig als Auftakt der Revitalisierung einer benachbarten Industriebrache dienen. Die Frage, welcher Architekt für die Aufgabe zu gewinnen sei, diskutierten wir von Beginn an auf europäischer und amerikanischer Ebene. Frank O. Gehry's Vitra Design Museum in Weil am Rhein ließ den Wunsch wachsen, Gehry dafür zu interessieren. Im Dezember 1991 gelang dieses nach einem Gespräch in Berlin.
Für den Bau des ENERGIE – FORUM – INNOVATION in Bad Oeynhausen galt der "ästhetische Imperativ": Du sollst schön bauen, weil es ein sittliches Gesetz ist. Gehry begann Ende 1991. Er war von der Idee begeistert, seine Architektur mit modernsten Energietechniken zu verbinden. Im sonnigen Kalifornien sind solche Prämissen eher selten.
Einen ersten Überblick über das Gebäude erhalten Sie mit dem Infoblatt "ENERGIE – FORUM – INNOVATION", das wir Ihnen gerne zusenden.
Zahlen / Fakten / Grundrisse
Planung | April 1992 - März 1993 |
Genehmigung | April 1993 - September 1993 |
Bauzeit | September 1993 - August 1995 |
Grundstücksgröße | ca. 14.000 m² |
Bebaute Fläche | ca. 1.550 m² |
Gesamtnutzfläche | 3.950 m² |
Umbauter Raum | 19.500 m³ |
